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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Strass

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Strass im Zillertal

 

Am 29.1.1872 erschütterte ein furchtbares Ereignis das Dorf Strass. Nahe am Inn standen damals in unmittelbarer Nachbarschaft die zwei großen Höfe beim Wasserfischer und beim Dengg.

In der Nacht brannten beide Bauernhöfe bis auf die Grundmauern nieder. Man musste ohnmächtig zusehen, wie die stolzen Höfe ein Raub der Flammen wurden. Verständlich, dass so ein reger Geist, wie der des damaligen Neuwirtes und Schullehrers von Strass - Dominikus Gruber - es nicht ertragen wollte, dass der Mensch hilflos einem solchen Schicksalsschlag gegenüberstehen soll.

Mit gleichgesinnten Mitbürgern gründete 1876 nach gewissenhafter Vorarbeit Dominikus Gruber die "Freiwillige Feuerwehr" von Strass und wurde zum ersten Kommandanten erkoren. Es darf angenommen werden, dass der erste einfache Geräteschuppen für Handspritze, Schläuche, Steig- und Hängeleitern, der dem Postwirtsstallgebäude angebaut war, vom Besitzer und Gründer Dominikus Gruber errichtet wurde. Dieser Schuppen wurde erst 1909 von einem Gerätehaus mit Schlauchturm abgelöst. Leider verstarb Dominikus Gruber bereits 4 Jahre später, erst 42-jährig.

 

Dominikus Gruber,  Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Strass,   Kommandant 1876-1880

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Statuten der Freiwilligen Feuerwehr Strass von 1882

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufnahmeurkunde der Freiwilligen Feuerwehr Strass  in den Verband der Freiwilligen Feuerwehren Deutsch-Tirols vom 20.4.1887

 

 

 

 

Nachfolger als Kommandanten wurden: Andrä KaltenhauserStanislaus Stocker, Josef Prantl, denen 1888 Adalbert Pfandler folgte, der mit einer Unterbrechung von zwei Jahren (1898-1900, Adolf Thumer) bis 1929, also 39 Jahre lang Kommandant war.

 

Adalbert Pfandler Kommandant von 1888-1898 und 1900-1929

 

 

Übung beim Prem, 1893

 

In seiner Wirkungszeit fällt die Anschaffung einer neuen Handspritze 1905, der Bau eines Gerätehauses mit Schlauchturm beim Sieberer 1909, die Anschaffung der großen Magirusleiter 1928 und die erste umfassende Dekorierung der Feuerwehrmänner.

Unsere Kutschen (heute als Dauerleihgaben im Feuerwehrmuseum "Oldtimergruppe TLFA4000" in Kitzbühel), um 1998

 

Unsere Magirus Patent-Leiter Baujahr 1928

 

Corso Historischer Feuerwehrfahrzeuge am 18.10.2012 in der Innsbrucker Altstadt zur 140-Jahr Feier des Landesfeuerwehrverbandes Tirol

 

Am Kirchtag im Museum Tiroler Bauernhöfe Kramsach,  29.09.2013

 

Die Freiwillige Feuerwehr Strass beim Schützenwirt in St. Gertraudi, 1904

Liegend: Prantl Martin (Neuhäusl), Kaltenhauser Johann (Stangl), Wörgler Jakob (Eder)

Sitzend von links: Gufler Hansjörg (Sattler), Thumer Adolf (Metzger), Pfandler Adalbert (Dorffischer), Waibl Lorenz (Schuster)

Stehend, 1. Reihe: Thumer Maria (Metzger), Steffi v. Neuhäuslwirt, St. Gertraudi, Fischler Hans (Watsch), Fischler Stanislaus (Watsch), Wildauer Stanislaus (Schleicher), Kaltenhauser Ludwig (Prem), Jakob Leitner (Glaser), Thumer Johann  (Metzger)

Stehend, 2. Reihe:  Kaltenhauser Georg  (Stangl), Margreiter Johann (Kücheler), Spiegl Hermann,  Daxgabler Benedikt  (Schuster in Rotholz), Prosser Nikolaus, Gufler Klaus (Krämer), Enthofer Johann (Wasserfischer), Nagiller Leopold (Glaser), Tischner Franz (Sattler), Prantl Johann (Neuhäusl)

Rechts oben: Leitner Nikolaus (Klauseler)

Mitte oben: Mühllechner Jakob (Steinberger, Schwager des Klauseler) 

 

 

Gruppenaufnahme  Freiwillige Feuerwehr Strass, 1909

Vorne liegend: Wildauer Michael, Tischner Franz

Sitzend, 1. Reihe: Enthofer Mathias, Prantl Martin, Thumer Adolf, Wildauer Johann, Prantl Josef (Neuner), Pfandler Adalbert jun., Pfandler Adalbert sen., Leitner Jakob, Prantner Anton (Kögl), Daxgabler Anton (Rotholz, Maurermeister), Spiegl Hermann

Stehend, 2. Reihe: Kaltenhauser Johann, Schmid Gottlieb (Schneider), Margreiter Johann (Kücheler), Wildauer Stanislaus, Kaltenhauser Ludwig, Enthofer Johann, Fischler Stanislaus, Fischler Hans, Stöckl Friedrich (Metzger Knecht), Lackner Johann (Zwicker), Mühllechner Jakob (Steinberger), Prantl Martin (Neuhäusl)

Stehend, 3. Reihe: Prosser Klaus (Neuner), Fischler Georg, Prantl Johann, Prantl Alfred, Prantl Stanislaus (Furtner), Prantl Johann jun. (Neuhäusl), Unterlechner Simon (Eder-Knecht), Nagiller Leopold (Glaser), Daxgabler Benedikt

 

 

 

Segnung des Feuerwehrgerätehauses beim Sieberer, 1909

1. Reihe von links nach rechts: Nagiller Leopold (Glaser), Wildauer Michael (Schleicher), Kaltenhauser Johann (Stangl), Prantl Martin (Neuhäusl), Prantl Josef, Pfandler Johann, Pfandler Adalbert sen., Leitner Jakob (Glaser), Prantl Stanislaus (Furtner), Daxgabler Benedikt (Rotholz)

am Zaun: Spiegl Hermann, Daxgabler Anton (Rotholz)

2. Reihe: Prantl Alfred (Neuhäusl), Prantl Martin (Furtner), Enthofer Hannes (hinten am Haus), Tischner Franz (Sattler), Mühllechner Jakob (Vater von Kappenhof Ludwig), Prosser Nikolaus (Gang), Wildauer Johann (Schleicher), Pfandler Adalbert jun., Prantl Johann sen. (Neuhäusl)

3. Reihe, Schubleiter unten: Margreiter Johann (Kücheler) 

Mitte: Stöckl Friedrich

oben: Fischler Johann (Watsch), Prantner Anton (Kögl), Thumer Adolf (Metzger), 

am Haus: Wildauer Stanis (Schleicher), Kaltenhauser Ludwig (Prem), Prantl Johann jun. (Neuhäusl), Enthofer Mathias (Wasserfischer), Oberleitner Simon (Schlitters), Fischler Georg (Watsch)

Leiter am Turm des Gerätehauses, oben: Lackner Johann (Zwicker)

darunter: Schmid Gottlieb (Schneider)

 

 

Dekorierungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Strass am 18.5.1924

1. Reihe von links nach rechts: Kaltenhauser Georg (Stangl), Rainer Adolf (Neuwirt), Enthofer Hannes (Wasserfischer), Kaplan Pregenzer (Rotholz), Bez. Löschinspektor Flora, Priester aus Rattenberg, Bezirkshauptmann v. Boul, Pfandler Adalbert sen. (Dorffischer), Wörgler Jakob (Eder), Prantl Johann (Neuhäusl), Spiegl Hermann, Schmid Gottlieb (Schneiderhäusl)

2. Reihe von links nach rechts: Pfandler Adalbert jun. (Dorffischer), Tischner Franz (Sattler), Prantl Martin (Furtner), Wildauer Johann (Schleicher), Fischler Johann (Watsch), Stocker Johann, Prantl Johann (Neuhäusl), Moser Josef (Maurach), Leitner Jakob (Glaser), Leitner Nikolaus sen. (Klauseler), Längerer Rudolf (Scheffauer)

3. Reihe von links nach rechts: Dreier Josef (Larch), Krautgartner Peter (Trummerer), Moschini Anselm (Dengg), Schretter Franz (Schustermeister), Enthofer Stanis (Wasserfischer), Prantl Alfred (Neuhäusl), Kaltenhauser Ludwig (Prem), Schmid Johann (Schneiderhäusl), Knapp Ludwig, Spiegl Karl, Leitner Nikolaus (Klauseler), Knapp Hans, Enthofer Mathias (Wasserfischer)

4. Reihe von links nach rechts: Leitner Richard (Glaser), Luxner Ferdl (Weber), Tischner Hans (Sattler), Moser Hansl (Kaufmann), Wildauer Josef (Schleicher), Ringler Johann (Zwicker)

 

 

Sein Nachfolger Martin Prantl konnte mit der ersten Motorspritze ein großes Einweihungsfest begehen. In dieser Zeit erwähnt das Dienstbuch 1934 erstmals eine Übung im Rainerhausfeld, bei der man das Wasser aus einem tiefen Schacht holte.

In den frühen Jahren konnte man von Wasserentnahmen nur aus Tümpeln und Wassergräben lesen. Damit wurde eine Entwicklung eingeleitet, planmäßig im ganzen Ort Tiefschächte zu errichten und damit das Grundwasser als ein sicheres Wasserreservoir zu gewinnen.

Besonders Heinrich Huber, der nachfolgende Kommandant, nahm sich der Sicherung des Löschwassers sehr an. In seine Zeit fällt eine bedeutungsvolle Umstellung des Feuerwehrwesens.

Bisher bestand die Feuerwehr aus: Kommandant und Kommandantstellvertreter, Steigerkommandant und Steigerkommandantstellvertreter, Steiger, Schlauchmannschaft mit dem Schlauchkommandant und Schlauchkommandantstellvertreter, Spritzenkommandant mit dem Spritzenkommandantstellvertreter und der Spritzenmannschaft, Ordnungsmannschaft mit Ordnungskommandant und Ordnungskommandantstellvertreter, Hornisten, Zeugwart und Sanitäter.

Aus diesem Aufbau der ganzen Einheit ergibt sich wohl auch ihre Einsatzweise, wobei die Steiger mit den Helmen und den Steigerausrüstungen der Stolz der ganzen "Kompanie" waren, und es galt als eine Auszeichnung als mutiger Steiger mit dem Strahlrohr in der Hand vorne den Kampf gegen das Feuer aufzunehmen.

An Übungen wurden in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg jährlich eine bis zwei, in den Zwanzigerjahren zwei bis vier, in den Dreißigerjahren bis zu jährlich vierzehn verzeichnet. Vor allem unter Kommandant Heinrich Huber scheinen viele Proben auf. Grund dafür mag neben dem großen Eifer auch die Umstellung auf eine neue Einsatzgliederung sein. Durch die Motorspritze wurde die Spritzenmannschaft überflüssig. Aber auch die Steiger verloren an Bedeutung, da man nur mit der Motorspritze, infolge des erhöhten Wasserdruckes aus dem Strahlrohr das Feuer viel intensiver aus der Nähe, aber auch auf größere Entfernung bekämpfen konnte.

Übung beim Tiefschacht im Stanglfeld Mitte der 1950er mit Motorspritze DKW C60 (Bj. 1932)

 

In Strass beendete im Mai 1945 eine Luftwaffen-Flugplatzfeuerwehr ihren Kriegseinsatz, damit konnte der damalige Feuerwehrkommandant Heinrich Huber neben einer DKW-Motorspritze noch größere Mengen an Schlauchmaterial  usw. sicherstellen und der Feuerwehr zuführen. Dass es ihm gelang, in der Folgezeit diese "Kriegsbeute" vor dem Zugriff durch die Besatzungsmacht zu bewahren, ist seinem entschlossenen Mut und seinem Eifer für die Feuerwehr zu verdanken. Als Heinrich Huber 1950 zum Bürgermeister gewählt wurde, legte er die Kommandantenstelle nieder, blieb aber ein Förderer der Feuerwehr und setzte sich entschlossen für den Bau des schon längst notwendig gewordenen größeren Gerätehauses ein. Es gelang ihm, gegenüber dem Schulhaus die nötige Baufläche zu gewinnen, um großteils in Eigenregie eine Doppelgarage mit Nebenräumen zu errichten. Darüber wurde ein Schulungsraum und zusätzliche Räumlichkeiten für die Gemeinde geschaffen.

 

Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Strass zum 75-Jahr-Jubiläum, 1951

Sitzend 1. Reihe von links nach rechts: Schmid Gottlieb (Schneiderhäusl), Flörl Rudolf (Schmied), Stocker Franz (Schmied), Kaltenhauser Adolf (Prem), Pfandler Adalbert (Dorffischer), Ringler Peter (Jocheler), Huber Heinrich (Metzger), Klammer Anton sen. (Dengg)

Stehend 2. Reihe von links nach rechts: Dreier Josef (Larch), Steinlechner Gottfried sen. (Trummerer), Perger Max (Lehrer), Klammer Anton jun. (Dengg), Wildauer Stanis (Schleicher), Luxner Ferdinand sen. (Weber), Kröll Ludwig, Ringler Johann sen. (Zwicker)

Stehend 3. Reihe von links nach rechts: Prantner Anton sen. (Kögl), Schmid Johann (Schneiderhäusl), Tischner Johann (Sattler), Wildauer Hans (Schleicher), Unterladstätter Josef (Eder), Hechenblaikner Anton, Prantl Johann (Neuhäusl), Leitner Anton (Huderer)

Stehend 4. Reihe von links nach rechts: Leitner Jakob (Glaser), Kainer Alois (Sieberer), Prantl Josef (Neuhäusl), Unterladstätter Jakob (Eder), Leitner Josef (Klauseler), Spiegl Rudolf

Links mit Helm: Eberharter Hans (Tischlermeister), Prantl Albert (Tischler), Rainer Alois (Gastwirt), Eberharter Michael (Scheffauer), Ringler Franz (Angestellter), Pfandler Adolf (Dorffischer)

Rechts mit Helm: Prantner Anton jun. (Kögl), Steinlechner Gottfried jun. (Trummerer), Steiner Max (Orgeler), Ringler Josef (Zwicker), Leitner Rudolf (Huderer), Luxner Ferdinand (Mechaniker)

 

 

Gerätehausneubau 1952

 

Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Strass kurz vor dem Abriss 1993 

 

Als Bürgermeister Heinrich Huber Ende der Fünfzigerjahre auch den Bau der Wasserleitung in Angriff nahm, war es selbstverständlich, dass die Belange des Feuerschutzes bzw. des Brandschutzes besonders berücksichtigt wurden.

Zur Erhöhung des Wasserdruckes wurde ein Hochbehälter errichtet, der es ermöglichte, ausreichend Druck für Löschzwecke zu erreichen.

Klaus Knapp, Hermann Mader, Franz und Josef Ringler, Willi Leitner sowie Adolf Huber bei der Schalung des Wasserspeichers, 1958

 

Als Kommandant der Feuerwehr folgte Adolf Kaltenhauser, Bauer beim Prem. Bis 1961 erfüllte er mit großem Eifer seine Aufgabe als Verantwortlicher für den Brandschutz. Schutzanzüge für die Einsatzgruppen und neue Helme veränderten das äußere Bild der auftretenden Feuerwehrmänner bei Übungen wie im Einsatz. 

1964 erfolgte die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze der Marke Rosenbauer Automatic 75 VW, zur damaligen Zeit ein sehr modernes Gerät.

Segnung der neuen TS, 1964

 

          

Alois Ringler, Michael Eberharter und Gottfried Steinlechner

Albert Prantl und Adalbert Pfandler

Hans Wildauer in Zivil bei einer Übung

Jakob Unterladstätter

 

Adolf Pfandler  

Albert Prantl und Hans Rinnerberger                                                                       

Nicht datierte Bilder: Übungen Ende 1950er bis Mitte der 1960er

 

Der wachsende Wohlstand bringt eine Reihe von Verpflichtungen mit sich, die in die Orte der Umgebung führten. Sei es bei Feuerwehrbällen oder Kränzchen, sei es bei Gerätehauseinweihungen oder anderen festlichen Anlässen. Im Ort gab es in diesem Jahrzehnt keinen größeren Brand. Wohl aber wurde die Feuerwehr immer wieder zu Einsätzen in die Nachbargemeinden gerufen.

Auch die Nachfolger Franz Stocker und Johann Eberharter durften sich neben der auftragsmäßigen Schulung und den verschiedenen Einsätzen den gesellschaftlichen Verpflichtungen widmen. 

Ausflug Kaprun, 1956

Gottfried Steinlechner, Josef (Seppal) Eberharter, Adolf Pfandler, Hans Rinnerberger, Willi Leitner, Rudi Knapp und Hans Eberharter

 

 

 

Ausflug Weinstraße, 1990

Leo Mertelseder, Franz Keiler, Mathias Brunner, Jakob Unterladstätter sen., Hans Eberharter, Adolf Pfandler und Josef Prantl

 

Als eine der letzten Gemeinden der ganzen Umgebung wurde unsere Feuerwehr 1972 mit einem Feuerwehrauto ausgestattet und somit ihre Einsatzbereitschaft erheblich verbessert. Den neuen Notwendigkeiten und Möglichkeiten folgend schaffte man Funkgeräte und Atemschutzgeräte an. 

Fahrzeugsegnung Ford Transit, 1973 

 

KLF Ford Transit vor der Außerdienststellung, 2004  

 

Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Strass, 1976

 

Fähnrich Franz Stricker mit Fahnenpatin Christl Eberharter zum 100-Jahr-Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Strass, 1976 

 

Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Strass, 1976

Gottfried Steinlechner, Josef Kröll, Hans Rinnerberger, Jakob Unterladstätter, Franz Eberharter, Hans Eberharter und Adolf Wildauer

 

Die Kutschen beim Festumzug zum 100-Jahr-Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Strass am 6.6.1976

 

1986 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF1000 der Marke Opel Blitz 300-6 von der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach angekauft, welches aus Altersgründen 1997 ausgemustert wurde.

TLF Strass bei einer Übung beim Brettfalltunnel im Mai 1995

 

Der Neubau des Gemeinde- und Gerätehauses erfolgte 1992 und brachte der Freiwilligen Feuerwehr Strass eine Unterbringung in einem modernen und zweckmäßigen Gebäude.

Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Strass, 2012

 

1997 erfolgte unter Kommandant Robert Galler die Neuanschaffung eines modernen TLF1500 für unsere Wehr der Marke Mercedes Benz 814D Rosenbauer

Fahrzeugsegnung mit Fahrzeugpatin Lisi Unterladstätter und Kommandant Robert Galler, 1998 

 

2004 wurde unter Kommandant Jakob Unterladstätter jun. das KLF Ford Transit (Bj. 1973) durch ein neues Fahrzeug der Marke Iveco Daily ersetzt.

Fahrzeugsegnung mit Fahrzeugpatin Rosi Galler und Kommandant Jakob Unterladstätter jun., 26.9.2004

 

Die Freiwillige Feuerwehr Strass übernahm 2007 die Großpumpe GPA6000 des Bezirkes Schwaz und kommt meistens bei Großereignissen zum Einsatz.

GPA6000 des Bezirkes Schwaz

 

Aufgrund dringenden Bedarfs eines Fahrzeuges zum Transport der Mannschaft wurde 2009 ein MTF der Marke Renault Master angekauft, welches in Eigenregie ausgebaut wurde.

Fahrzeugsegnung des MTF mit Fahrzeugpatin Heidi Unterladstätter und Kommandant Jakob Unterladstätter jun., 6.9.2009

 

Brandeinsätze der Freiwilligen Feuerwehr Strass

Neben vielen Kamin- und Heustockbränden musste unsere Wehr immer wieder zu größeren Bränden ausrücken:

1887     beim Kögl

1903     beim Feieler im Astholz

1908     die Waschhütte beim Weindl

1909     beim Krämer

1932     Waldbrand Brettfallseite und Wagenremise beim Stocker

1944     beim Glaser

1949     beim Neuhäusl

1950     beim Ederbauer

1960     im Laboratorium der BA Rotholz

1965     beim Egerbacher in Jenbach

1972     beim Lamplhof in Wiesing

1976     beim Deml in Bruck

Brand beim "Deml"  in Bruck, 16.8.1976

 

1980     beim Luxnerhof

Zeitungsberichte über den Brand des Luxnerhofes, 31.7.1980

 

1984     Großbrand Sägewerk Binder Fügen 14.10.1984

1987     Brand Zuhaus "Moarer" Säuling Hart 1.2.1987

1987     Brand beim Schmarl in Jenbach 6.2.1987

1987     Großbrand Uderns Fam. Mair und Flörl 17.4.1987

1997     Dachstuhlbrand beim Prantl 7.2.1997

Zeitungsbericht Dachstuhlbrand Prantl am 7.2.1997

 

1998     Zimmerbrand GH Post 25.2.1998

 

Zeitungsbericht Zimmerbrand GH Post am 25.2.1998

 

1999     Brand "Schmalzerhof" Fügenberg 11.2.1999

1999     Brand "Bischofer" Schlitterberg 12.9.1999

2000     Brand Tischlerei Höllwart Bruck 25.10.2000

2001     Brand Gruberstall 26.6.2001

2001     Großbrand Herbert v. Pichler Strasse Jenbach 11.7.2001

2008     Brand Ferienhaus Schlitterberg

Brand am Schlitterberg, 19.4.2008

 

2008     Brand Stallgebäude beim "Jörgala" in Wiesing 2.11.2008

Stallgebäude "Jörgala" Wiesing am 2.11.2008 

 

2008     Brand GH Post 9.12.2008

Brand Gasthof Post am 9.12.2008

 

Bericht Gemeindezeitung Strass

 

2009     Brand Tischlerei Eberharter Buch 25.7.2009

Brand Tischlerei Eberharter am 25.7.2009

 

Sicher ist diese Liste nicht vollständig, kleinere Einsätze wurden nicht aufgelistet und im Laufe der Zeit geht manches leider "verloren".

 

Hilfs- und Katastropheneinsätze der Freiwilligen Feuerwehr Strass

Leider wurden die Einsätze bei Hochwasser im Ort nicht immer verzeichnet. Ein umfangreicher Einsatz dieser Art erfolgte beim Hochwasser 1965, wobei es nach größten Anstrengungen gelang, den Inndamm zu sichern und das Dorf vor großem Schaden zu bewahren. 1985 und 2005  erfolgten ebenfalls Einsätze, um Überflutungen des Gemeindegebietes zu verhindern.

Hochwasser in Strass, 1965 

Hochwassereinsatz in Brixen im Thale und Kössen, Juni 2013

Nachbarschaftshilfe Hopfgarten, Juli 2014

 

Absperrdienst Felssicherungsarbeiten Brettfall 2010

Felssicherungsarbeiten vom 4.6. bis zum 2.7.2010 erforderten teilweise sehr zeitintensive Totalsperren der Rotholzer Landesstraße und der Zillertalbahn im Bereich des Bahnhofes, welche durch die Freiwillige Feuerwehr Strass durchgeführt wurden. 

Absperrdienst Felssicherungsarbeiten vom 4.6.2010 bis zum 2.7.2010

 

 

Neben der zentralen Bedeutung der Feuerwehr als Helfer in allen Nöten, erfüllt sie aber auch wichtige Aufgaben der Gemeinschaft und damit der Kameradschaft. Der gemeinsame Einsatz in der Gefahr und Bedrängnis schafft ein eigenes Gefühl der Zusammengehörigkeit - eben die Kameradschaft. 

Im Sinne der Kameradschaft wurde schon früh eine Haftpflichtversicherung eingeführt, um die Einsatzkräfte vor den größten Schaden zu schützen. Im ersten Protokoll des noch vorhandenen Dienstbuches vom 20.11.1910 wird bereits erwähnt  "Die Anmeldung der Mitglieder zur Beitragsleistung zur Haftpflichtversicherung". Der Beitrag für die gemeldeten 45 Mann wurde aus der Kameradschaftskasse bezahlt, erst 1914 übernimmt die Gemeinde diese Kosten. 

 

Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Strass im Zillertal 

Dominikus Gruber, Gründer, Neuwirt, Lehrer                    1876 - 1880

Andreas Kaltenhauser, Bauer beim Prem                          1880 - 1885

Stanislaus Stocker, Kramer                                              1885 - 1886

Josef Prantl, Bauer beim Neuner                                      1886 -1888

Adalbert Pfandler, Bauer beim Dorffischer                        1888 - 1898

Adolf Thumer, Bauer beim Metzger                                 1898 - 1900

Adalbert Pfandler, Bauer beim Dorffischer                        1900 - 1929

Martin Prantl, Bauer beim Furtner                                    1929 - 1937

Heinrich Huber, Bauer beim Metzger                                 1937 - 1950

 

 Adolf Kaltenhauser, Bauer beim Prem                              1950 - 1961

Franz Stocker, Schmied                                                  1961 - 1966

Hans Eberharter, Tischlermeister                                     1966 - 1978

Jakob Unterladstätter sen.                                              1978 - 1996

Robert Galler                                                                1996 - 2003

 

Jakob Unterladstätter jun.                                              2003 - 2015

 

Stefan Mayr                                                                    seit 2015

 

Quellen:

Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Strass im Zillertal

Chronik der Gemeinde Strass im Zillertal

"Festschrift Freiwillige Feuerwehr Strass" zum 100-Jahr-Jubiläum 1976

private Aufzeichnungen und Fotos von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Strass im Zillertal

Fahnenpatin Christl Eberharter

  


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